Im Rahmen der Berufsorientierung fand jetzt wieder der „Alumni“-Tag für den Jahrgang Q2 statt. Zwischen 14:30 und 16 Uhr referierten ehemalige Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Bergkamen vor den kommenden Abiturienten über ihre Ausbildungs- und Studiengänge. Dabei ging es nicht nur um fachliche Inhalte, sondern auch um Rahmenbedingungen: Welche Voraussetzungen sind beispielsweise zu erfüllen, wie läuft das Bewerbungsverfahren, wie sind die Zukunftsaussichten, wie die Verdienstmöglichkeiten und vieles mehr. Organisator Jan Groesdonk zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf: „Die Veranstaltung hat sich mittlerweile in der Berufsberatung als wichtiger und fester Bestandteil etabliert. Das bestätigt auch diesjährige Veranstaltung wieder. Ein großer Dank geht an die vielen ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die sich zum Kommen bereit erklärt und tolle Vorträge gehalten haben.“

In diesem Jahr waren Referentinnen und Referenten zu folgenden Ausbildungs- und Studiengängen eingeladen:

  • Maschinenbauingenieurwesen
  • Lehramt für Sozialwissenschaften und Pädagogik
  • Elektroniker für Anlagentechnik
  • Biologie
  • IT-Sicherheit und Informationstechnik
  • Au-Pair 
  • Jura
  • BWL
  • Polizei

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Die Aufnahme zeigt Hakan Ergül, Student des Maschinenbauingenieurwesens, während seines Vortrags über sein Studienfach.                  Foto: Groesdonk/SGB

 

Drei ereignisreiche Tage liegen hinter den 113 neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Nach der offiziellen Einschulungsfeier am Mittwoch mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Friedenskirche, verbrachten die Schülerinnen und Schüler zwei Einführungstage mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern. Mit einem gemeinsamen Frühstück und weiteren Teambuilding-Aktionen sollte das Kennenlernen erleichtert und der Klassenverbund gleich zu Beginn nachhaltig gestärkt werden. Bei der Schulrallye flitzten die Neuankömmlinge beispielsweise in kleinen Teams über das Schulgelände und erkundeten die Gebäudeteile, die Mensa sowie den Pausenhof. Aber auch wichtige Elemente wie die Verkehrserziehung durch Rainer Geyer von der Polizei Bergkamen oder Organisatorisches wie die Bücherausgabe standen auf dem Programm, um den neuen Mitgliedern der Schulgemeinde einen perfekten Empfang zu bereiten.
An diesem Montag starteten die Fünftklässler nun in ihre erste „richtige“ Schulwoche und lernen nach und nach die neuen Fächer und die neuen Lehrerinnen und Lehrer kennen.

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Die Aufnahme zeigt die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler mit ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern sowie der stellvertretenden Schulleiterin Maria von dem Berge (4.v.o.r.) im „grünen Klassenzimmer“.                                 Foto: Fahling/SGB


Am Donnerstag in der 3./4. Stunde wurde der Unterricht für den gesamten 9. Jahrgang von der AG
Antirassismus des Städtischen Gymnasiums Bergkamen organisiert und durchgeführt, wobei die
Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekamen sich in Workshops mit verschiedenen Formen
von Diskriminierung auseinanderzusetzen.

 

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Die Workshops, die die Themen „Geschlechteridentitäten und sexuelle Orientierungen“,
„Antisemitismus“. „Feminismus und Antifeminismus“, „Mental Health – Umgang mit psychischen
Störungen und Erkrankungen“ und „Alltagsrassismus“ behandelten, wurden dabei von den
Schülerinnen und Schülern der AG selbstständig vorbereitet und durchgeführt, wobei dem
betreuenden Lehrer Jan Groesdonk und zwei ehemalige AG-Schülerinnen unterstützend zur Seite
standen.Screenshot 2018 08 27 at 13.31.21

 

So wurden einen Tag vor den Sommerferien noch mal Fragen wie „Was ist mit Menschen die auf
Grund biologischer Merkmale einem Geschlecht, z.B. „männlich“, zugeordnet werden, sich aber als
gegenteilig, z.B. „weiblich“, fühlen? Was gibt es eigentlich alles jenseits der gängigen zwei
Geschlechter?“, „Was ist Antisemitismus und wie zeigt er sich im heutigen Deutschland?“, „Was
genau ist Feminismus, was will er erreichen und warum ist er auch heutzutage noch notwendig?“,
„Welche psychischen Erkrankungen gibt es, wie wirken sie sich auf das Leben der Betroffenen aus
und wie kann ein angemessener Umgang damit aussehen?“, „Was sind eigentlich Vorurteile und
welche Funktion haben sie? und „Welche Vorurteile habe ich eigentlich selber?“ erörtert, wobei
die Schüler_innen insgesamt sehr interessiert bei der Sache waren. „Es war toll, die haben wirklich
gut mitgemacht“ freuten sich Tabea Bonde und Laura Lippert, die den Workshop zu
Geschlechteridentitäten und sexuellen Orientierungen geplant und geleitet haben.

Auch Senanur Yavuz und Michelle Schröter vom Workshop zu Feminismus und Antifeminismus berichteten
zufrieden: „Die meisten haben echt gut mitgemacht, besonders die Jungs, was bei diesem Thema ja
nicht unbedingt zu erwarten war“, sodass auch Lehrer Jan Groesdonk insgesamt ein positives Fazit
ziehen konnte: „ Toll, was die Schülerinnen und Schüler der AG hier freiwillig und neben dem
Jahresendspurt auf die Beine gestellt haben und erfreulich zu sehen, dass auch ohne Notendruck
und Lehrerkontrolle so kurz vor den Sommerferien ein Lernen zu solch wichtigen Themen noch
möglich ist.“



 



 

LOGODie Schulkonferenz hat am 10.07.2018 die neue Rhythmisierung des Schultages für eine einjährige Testphase beschlossen. Die neue Tagesstruktur sieht wie folgt aus:

 

Tagesstruktur für Sek I und Sek II

Stunde

Uhrzeit

Zeitumfang

1. Stunde

8:10 – 8:55

Einzelstunde

Pause

8:55 – 9:00

5 Minuten

2. Stunde

9:00 – 9:45

Einzelstunde

1.gr.Pause

9:45 – 10:05

20 Minuten

3./4. Stunde

10:05 – 11:35

Doppelstunde von 90 Minuten

2.gr.Pause

11:35 – 11:55

20 Minuten

5./6. Stunde

11:55 – 13:30

Doppelstunde von 95 Minuten mit flexibler 5 Minuten-Pause

3.gr.Pause

  13:30 – 13:40  

10 Minuten

7. Stunde

13:40 – 14:25

Sek I: Mittagspause/ Arbeitsgemeinschaften/ Förderunterrichte

Sek II: Fachunterricht (auch erster Teil der Doppelstunde)

Pause

14:25 – 14:30

5 Minuten

8./9. Stunde

       14:30 – 16:00          

        Doppelstunde von 90 Minuten

(Sek II: zweiter Teil der Doppelstunde)

 

Die Uhrzeiten der Schulbusfahrten bleiben von der neuen Rhythmisierung unberührt.

Die Arbeitsgruppe „Rhythmisierung des Schultages“ wird die einjährige Testphase mit Arbeitsgruppensitzungen und Evaluationen begleiten. Interessierte aus der Schulgemeinde sind herzlich eingeladen in der Arbeitsgruppe mitzuarbeiten. Die Anmeldung erfolgt über das Sekretariat.

vdBe/ 20.07.18

Screenshot 2018 07 13 at 09.42.32Am Freitag verabschiedete sich Robert Kelter, Lehrer für Deutsch, Sozialwissenschaften und Informatik, am Städtischen Gymnasium Bergkamen in den Ruhestand.


Robert Kelter studierte von 1974 bis 1980 in Bonn die Fächer Deutsch und
Sozialwissenschaften. Bevor er seinen Referendardienst am Leibniz-Gymnasium in Dortmund antrat, leistete er zunächst noch seinen Zivildienst.
Nach dem Referendariat fand Robert Kelter 1984 zunächst keine Stelle als
Lehrer, denn damals herrschte absoluter „Einstellungsstopp“. Infolgedessen
kümmerte er sich nicht nur um eine Altbausanierung als Altersvorsorge,
sondern auch um die Kindererziehung und eine Umschulung zum EDV-Fachmann. Im Bereich EDV arbeitete Robert Kelter anschließend fast 20 Jahre, unter anderem als Netzwerkadministrator und Verfasser von User-Handbüchern.
Seine Expertise und seine Erfahrung im Bereich Informatik sollte 2005 schließlich doch noch der Türöffner zu seinem Wunschberuf sein. Die weiterführenden Schulen in NRW beklagten in dieser Zeit einen besonderen
Lehrermangel in den MINT-Fächern. Daher initiierte das Schulministerium ein so genanntes „Sprinterstudium“. Die damalige Schulleiterin des SGB, Monika Sowa-Erling, lotste Robert Kelter auf diesem Wege nach Bergkamen und
gleichzeitig auch zur Universität Wuppertal. Über zwei Jahre unterrichtete
Robert Kelter drei Tage und 19 Wochenstunden am Bergkamener Gymnasium,
dienstags und donnerstags studierte er in Wuppertal Informatik. „Das Studium
hat mir sehr gut gefallen, es wurde von Professor Dr. Humbert geleitet, der später auch Fachleiter meiner Tochter Judith war, die ja seit kurzem auch Lehrerin an unserer Schule ist. Professor Humbert hat quasi zwei Generationen der Kelters ausgebildet“, erzählt er lächelnd. Nach bestandener Prüfung wurde seine zunächst befristete Stelle 2008 in eine feste Stelle umgewandelt. „Ich bin sehr dankbar, dass ich im Alter von über 50 Jahren noch die Chance erhalten habe, im Lehrerberuf zu arbeiten, schließlich war das meine ursprüngliche Wahl.“ 
Seine vielfältigen Erfahrungen in der freien Wirtschaft nutzte Robert Kelter auch für seinen Unterricht. Seine Schülerinnen und Schüler wussten dies, seine freundlich-ruhige Art und seinen aktuellen Unterricht besonders zu schätzen. „Mir hat immer am Herzen gelegen, guten und anspruchsvollen Unterricht zu machen, um eine gute und möglichst individuelle Vorbereitung auf das Abitur und vielleicht auch darüber hinaus zu ermöglichen“, betont Robert Kelter.
Am Städtischen Gymnasium Bergkamen hat sich der 63-jährige immer sehr wohlgefühlt. Er sei warmherzig empfangen worden und schätze das Kollegium, die Schulleitung und die Verwaltungsmitarbeiter für ihre Hilfsbereitschaft und Unterstützung. Auch die Schülerschaft empfand Robert Kelter als angenehm, so dass es ihm auch ein Anliegen war, sich über den Unterricht hinaus zu engagieren. Als Beratungslehrer in der Oberstufe führte er zwei Jahrgänge zum Abitur, als Medienbeauftragter kümmerte er sich um die Verwaltung und die Wartung der Daten und Medien der Schule. „Beides habe ich sehr gern gemacht, wobei ich fortan gut auf den nächsten Kabelsalat oder defekte Dokumentenkameras verzichten kann“, lacht Kelter.

Er freut sich nun auf seinen Ruhestand und mehr Zeit für seine Hobbys. Radfahren, Schwimmen, Lesen, Wandern, Jazzmusik hören, Theaterabende genießen oder „einfach nur dasitzen und nichts tun“, ganz nach dem Vorbild Loriot. Ob das so klappt, weiß er noch nicht, denn der Hund seiner Tochter Judith geht besonders gern mit ihm auf große Spazierrunde. Und was macht Robert Kelter an Tag eins seines Ruhestands? „Ich stelle mir den Wecker auf sechs Uhr morgens, reiße das Fenster auf, brülle 'Feierabend' und lege mich wieder hin.“