Zur offiziellen Begrüßung schwenkte sie eine kleine brasilianische Fahne und sorgte somit gleich für einen Hauch südamerikanischen Flairs im Lehrerzimmer: Für drei Wochen hospitiert Angelita Lohmann aus Brasilien am Städtischen Gymnasium Bergkamen und begleitet die Kolleginnen und Kollegen im Fach Deutsch. „Ich habe immer viele Fragen“, kündigte sie lachend an, schließlich möchte sie im Rahmen ihres Besuchs möglichst viele Eindrücke und Anregungen wieder mit in die Heimat nehmen. In Brasilien unterrichtet sie an fünf Schulen insgesamt 48 Stunden die Woche - meistens Deutsch, aber auch Portugiesisch und Spanisch. Sie lebt mit Ehemann und zwei Kindern in Teutônia, einer Kleinstadt im Süden Brasiliens. Der Name verrät es schon – dort leben viele Menschen mit deutschen Vorfahren.

Die Hospitation ist ein Angebot des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD), Schulleiterin Bärbel Heidenreich hatte sich im Vorfeld erfolgreich um ein Engagement als Partnerschule beworben.

Für die Deutschlehrkräfte, die sich aus Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Ost- und Südeuropa bewerben können, bietet das Programm vielfältige Möglichkeiten das deutsche Schulsystem kennen zu lernen, die eigene Sprechfertigkeit zu verbessern, die Kenntnisse über das Land zu vertiefen, aber auch einen unmittelbaren Einblick in Berufswelt, Lehrerausbildung, Schulwirklichkeit und Alltag des Gastlandes zu erhalten. Es geht aber auch darum, ihr Heimatland vorzustellen sowie berufliche und private Kontakte zu knüpfen.

Genau dies verspricht sich Angelita Lohmann von ihrem Besuch in Bergkamen. Insgesamt ist es bereits ihr dritter Deutschland-Aufenthalt. 2004 hospitierte sie bereits in Weimar, 2014 in Kitzingen. Untergebracht ist sie zunächst für zwei Wochen bei Lehrer Jan Groesdonk in Münster, in der letzten Woche wird sie bei Schulleiterin Bärbel Heidenreich zu Gast sein.

Schulleiterin Bärbel Heidenreich begrüßte diese Woche Gastlehrerin Angelita Lohmann (r.) aus Brasilien, die für drei Wochen im Deutschunterricht des Städtischen Gymnasiums Bergkamen hospitieren wird.                                                                               

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Foto: Fahling/SGB

Screenshot 2018 11 07 at 10.01.10Nach erfolgreicher „Testphase“ in 2017 wurden die Projekttage für die Jahrgänge fünf bis Q1 am Städtischen Gymnasium Bergkamen in 2018 erneut am Donnerstag und Freitag vor den Herbstferien durchgeführt.

Das Programm war vielfältig wie bunt: Während die siebten Klassen das Angebote aus dem Bereich Lions Quest (soziales Lernen) nutzten, standen die Projekte in den Jahrgängen acht und neun ganz im Zeichen von „Gesundheitserziehung, Umwelt und Soziales“.

Die Sechstklässler verbrachten die Projekttage beim Zirkusprojekt. Dort probten sie am Donnerstag und Freitagmorgen unter der Regie von ausgebildeten Zirkus-Pädagogen für ihren Auftritt, der am Freitagnachmittag stattfand. Dort präsentierten die Schülerinnen und Schüler vor großem Publikum ihre eigene Zirkusvorstellung.

Während sich die Jahrgangsstufe Q2 auf Studienfahrt befand, bekamen die Jahrgänge EF (10) und Q1 (11) zielgerichtete Schulungen, die sich positiv auf die Arbeit in vielen Fächern, bzw. auf die Zeit nach der Schule auswirken.

Die gesamte EF fuhr am Donnerstag im Rahmen der politischen Bildung ins Haus der Geschichte nach Bonn. Der Freitag stand im Zeichen der Schulung wichtiger Methodenbausteine, die für die Arbeit in vielen Fächern der Oberstufe nützlich sind.

Die Jahrgangsstufe Q1 erhielt am Donnerstag zur zielgerichteten Vorbereitung auf die Facharbeit im zweiten Halbjahr Schulungen zur Bibliotheksrecherche, zur wissenschaftlich korrekten Zitierregeln, sowie zu vertieften Funktionen der Textverarbeitung. Der Freitag stand ganz im Zeichen der Berufsvorbereitung. Neben Assessmentcenter-Simulationen durch die AOK kamen Praktiker in die Schule und stellten neben dem Journalismus, der Medizin und der Polizei auch Bank-, Verwaltungs- und Einzelhandelsberufe vor.

Eindrücke in der Bildergalerie:

 

Projekttage 2018
Projekttage 2018
Projekttage 2018
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Screenshot 2018 10 31 at 14.25.11Ganz herzlich möchten wir Sie zu einem weiteren musikalischen Ereignis des Bachkreises Bergkamen einladen – dem diesjährigen Herbstkonzert am

Sonntag, 11.11.2018 um 17.00 Uhr

im PZ unserer Schule.

Bei diesem unter der Schirmherrschaft des Bergkamener Bürgermeisters Roland Schäfer stehenden Konzert werden die Ensembles des Bachkreises Bergkamen mit den JAG-Youngsters einen Ausschnitt aus dem jeweiligen Repertoire von sinfonischer Musik bis zu Beispielen der Unterhaltungsmusik präsentieren.

Wir würden uns freuen, Sie und Ihre Angehörigen zu diesem Konzert begrüßen zu dürfen.

Karten zum Preis von 7,00 € bzw. 4,00 € für Schüler/Studenten sind erhältlich im Sekretariat des Städtischen Gymnasiums.

 

Screenshot 2018 10 30 at 09.29.40Das Städtische Gymnasium Bergkamen trauert um seinen ehemaligen Schulleiter, Oberstudiendirektor a.D., Karl Jüdes. Er verstarb am 23. Oktober im Alter von 89 Jahren.

Karl Jüdes folgte drei Jahre nach Gründung auf Ilse Thüner-Holz und leitete das Gymnasium von 1968 bis 1989.

In den 21 Jahren unter seiner Leitung gestaltete er den Aufbau und das Profil der Schule maßgeblich. Karl Jüdes legte besonderen Wert auf das soziale Miteinander der gesamten Schulgemeinde. „Das, was wir Gymnasium nennen, müssen wir selbst so entwickeln, dass es auch zur Stadt und seinen Kindern passt“, erinnert sich Heinrich Peuckmann, Lehrer am Gymnasium Bergkamen von 1974 bis 2011, an das Credo seines ersten Schulleiters. „Soziales Miteinander und hoher Lerntrag sollten keine Gegensätze sein“, sagt Peuckmann. Ein Grundsatz, der auch heute noch gilt.

In die Zeit unter Karl Jüdes‘ Leitung siedelte das Gymnasium im Schuljahr 1969/1970 auch auf das heutige Grundstück an der Hubert-Biernat-Straße über. 1973 legte der erste Jahrgang seine Abiturprüfungen ab, 1974 ging die Schule in städtische Trägerschaft über.

Mit der Stadt wuchs auch die Schulgemeinde in den Folgejahren stetig. Karl Jüdes, selbst Lehrer für Mathematik und Physik, legte in der Schulentwicklung besonderen Wert auf die mathematisch-naturwissenschaftliche Ausrichtung des Gymnasiums, doch auch Musik, Kunst, Literatur und Theater genossen seine Wertschätzung. Bachkreis, Schreibschule und Theater, all dies förderte Karl Jüdes und fand seine Anfänge unter seiner Leitung.

Karl Jüdes war ein Schulleiter, angenehm im Umgang, hochgeachtet und engagiert, aber auch konsequent in seinen Entscheidungen, die auch mal unkonventionell sein konnten, wenn es denn der Sache und dem Wohl der Schulgemeinde dienlich war. Vertrauen und Menschlichkeit standen für ihn dabei immer an erster Stelle.

Die Schulgemeinde des Städtischen Gymnasiums Bergkamen wird Oberstudiendirektor a.D. Karl Jüdes ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Xeroderma Pigmentosum – Betroffene dieser genetisch vererbbaren Erkrankung werden vielen vielleicht eher als so genannte „Mondscheinkinder“ bekannt sein. Es handelt sich hierbei um eine seltene, genetische Erkrankung, welche zu einer deutlich erhöhten Anfälligkeit der Betroffenen gegen UV-Strahlung führt. Hautkrebs ist eine häufige Folge. 

Wie das Leben mit einer solchen Erkrankung aussehen kann, verdeutlichte Ansgar Jux, Vater einer an XP erkrankten Tochter und Mitglied des Vereins „XP-Freunde-Mondscheinkinder“, den Schülerinnen und Schülern der Q1-Biologie-Kurse von Frau Kalis, Herrn Behrens, Herrn Mitterlechner und Herrn Schlüter im Kontext der humangenetischen Stammbaumanalyse. Die Lerngruppen hatten sich dafür zuvor im Unterricht mit der fachlichen Ursache dieses Gendefekts auseinandergesetzt und konnten nun - teilweise am eigenen Leib - erfahren, wie es sich im Alltag mit einer solchen Erkrankung lebt. Dafür wurde sprichwörtlich „löffelweise“ Sonnenschutzcreme aufgetragen oder ein UV-dichtes Visier angelegt.
Ansgar Jux erläuterte die ersten Jahre als Elternteil und welche Herausforderung eine Familie plötzlich meistern muss. Er demonstrierte „Lebensmittel“ und Schutzmaterial gegen die schädliche UV-Strahlung und erläuterte die zukünftigen Auswirkungen auf das Leben von XP-Patientinnen und Patienten. Ein Leben ohne Freibad, sich der beständigen Gefahr des UV-Lichts bewusst, scheint beschwerlich, aber nicht unmöglich. 
Am Ende dieser Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler nochmal Gelegenheit für Rückfragen und Ansgar Jux machte erneut das Ziel dieser Infoveranstaltung klar: Xeroderma Pigmentosum als Erkrankung einer breiteren Öffentlichkeit zu darzustellen und alle Beteiligten im Umgang mit diesem Gendefekt zu sensibilisieren. 

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Am Ende steht ein lebensbejahendes Fazit: „Ein Leben mit Xeroderma Pigmentosum ist möglich!“  Weitere Infos auch unter: http://www.xerodermapigmentosum.de/