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Die Lateinschülerinnen und -schüler der Klassen sieben und neun des Städtischen Gymnasiums Bergkamen wanderten mit ihren Lehrerinnen Frau Paul und Frau Ammann auf den Spuren der römischen Genüsse. Kursübergreifend besorgten die Jugendlichen nach Originalrezepten selbstständig Zutaten – darunter auch einige bis dahin unbekannte – studierten die Rezepte und machten sich ans Werk. Während des Kochens bot sich allen immer wieder die Gelegenheit, die Leckereien zu probieren. Schon nach kurzer Zeit und tatkräftiger Unterstützung untereinander konnte das römische Buffet angerichtet und schließlich eröffnet werden: „Bene sapiat!“ Für alle Nichtlateiner: Möge es munden!
In angenehmer Atmosphäre wurde gemeinsam gespeist und gelacht. Die Gerichte wurden für gut befunden, denn wie heißt es so schön: „De gustibus non est disputandum!“ - Über Geschmack lässt sich nicht streiten!
Die Schülerinnen und Schüler stellten begeistert fest, dass sie die im Unterricht übersetzten Inhalte mit allen Sinnen erfahren konnten.

 

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Screenshot 2019 02 02 at 10.36.44Sicher und entspannt erreichten die 33 Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Bergkamen und ihre vier Begleiter Herr Groesdonk, Frau von dem Berge, Frau Funke und Herr Fahling im ICE Berlin. Fünf Tage erkundeteten die Neuntklässler Ende Januar die Hauptstadt und tauchten dabei tief ein in das pulsierende Großstadtleben. 

Neben der Stadterkundung und dem Besuch des Bundestags durfte auch ein Streifzug durch die bewegte Geschichte vom Zweiten Weltkrieg, deutscher Teilung, Mauerbau und Wiedervereinigung nicht fehlen. 
Besonders beeindruckte einmal mehr die Zeitzeugen-Führung im ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis in Hohenschönhausen. 
Es folgten Selfies mit den Stars und Persönlichkeiten von gestern und heute bei „Madame Tussauds“, Bowling und zum krönenden Abschluss der Ausflug ins Berliner Nachtleben in die Szene Disco „Matrix“ - die Bildergalerie zeigt die fünf Tage noch einmal im Rückblick.

 
Berlin 2019
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Sonne, Schneepflug, Schnitzel

Erster Skitag in Saalbach-Hinterglemm

Heute waren wir den ersten Tag auf der Piste. Für die meisten war es überhaupt das erste Mal auf Skiern. Die meisten kamen erstaunlich gut zurecht und haben sich schnell mit den Skiern angefreundet - andere eher weniger, wie unser aller Freund Onur D., der sich in einem waghalsigen Sturzflug die Einfahrt hinunterstürzte und nur dank Frau Koschnick, die sich im letzten Moment noch auf ihn stürtzte, nicht ganz im Tiefschnee unterging.

 

Am Donnerstag, 24. Januar, nahmen die Leistungskurse Sozialwissenschaften der Jahrgänge Q1 und Q2 des Städtischen Gymnasiums Bergkamen erstmals an einem „Konfliktplanspiel“ der Bundeswehr teil. 
Die Schülerinnen und Schüler schlüpften hierbei in verschiedenste Rollen: Benötigt wurden ein UN-Generalsekretär nebst Stellvertretung, je zwei Regierungsvertreter der beteiligten Länder und die „Weltpresse“: Während die Journalisten die genauen Beobachter gaben und sich nicht scheuten, nach Statements immer mal wieder kritisch nachzuhaken, traten die übrigen Akteure an, um unter sicherheitspolitischen Maßgaben eine Lösung für den Syrien-Konflikt zu finden. 

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Die Schülerinnen und Schüler mussten dabei in ihren Rollen agieren, ihre Interessen in einem Eingangsstatement vor der UN-Generalversammlung formulieren und anschließend in Verhandlungen miteinander treten. Alles folgte streng nach ‚offiziellem‘ Protokoll, um das Geschehen möglichst realistisch simulieren zu können.
Auf einer Konfliktlandkarte wurden nach den Verhandlungen „Spielsteine“ platziert, die die ausgehandelte Strategie im Syrienkonflikt symbolisierten. In einer Abschlussrunde mussten die Akteure in einem weiteren Statement Bilanz ziehen und deutlich machen, ob sie zufrieden mit dem Erreichten gewesen sind und sich erneut den kritischen Fragen der „Weltpresse“ stellen.
Roman Herrmann, Jugendoffizier der Bundeswehr, der die Tagesveranstaltung leitete, betonte, dass es besonders wichtig sei, dass die Schülerinnen und Schüler verstünden, wie schwer es tatsächlich sei, einen Konsens zu finden, wenn so viele unterschiedliche Interessen aufeinanderstoßen. Roman Hermann lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre Herangehensweise, ihr Verhandlungsgeschick und die Ergebnisse.

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Schüler Jonas Sandmann, dem die Rolle des US-Präsidenten zuteil wurde, zeigte sich angetan: „Es ist schon alles sehr realistisch – diese Art des Lernens macht ein so komplexes Thema wie den Syrienkonflikt durch die Rollenübernahme viel greifbarer.“

 

 

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An diesem Freitag wird Frank Pätzold seinen letzten Rundgang durch das Schulgebäude des Städtischen Gymnasiums Bergkamen machen, die Alarmanlage scharf schalten, das Licht löschen und die Türen verschließen. Dann macht der Hausmeister „Feierabend“, startet ins Wochenende und ab Montag in den wohlverdienten Ruhestand.

Am 1. April 1988 trat Frank Pätzold seinen Dienst am Städtischen Gymnasium Bergkamen an, zuvor arbeitete er als Elektriker im Kraftwerk Heil. Fast 31 Jahre lang war er morgens gegen sieben Uhr der Erste, der die Schule betrat und abends der Letzte, der noch einmal nach dem Rechten schaute. Dazwischen gab es täglich viel zu tun: Die Haustechnik musste in Schuss gehalten, kleinere wie größere Reparaturen erledigt und Veranstaltungen vorbereitet und begleitet werden. Die Achtung von Schulleitung, Kollegium und Schülerschaft war ihm stets gewiss, denn Frank Pätzold legte immer besonderen Wert auf ein vernünftiges und faires Miteinander, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Toleranz und gegenseitigen Respekt – diese Werte lebte er vor und vermittelte er - gerne auch mal mit Nachdruck und das perfekt eingeübt:  Erst ein strenger Blick, dann ein„Hömma!“, dann ein verschmitztes Lächeln: „Ich wollte nie nur der ‚böse‘ Hausmeister sein“, stellt Frank Pätzold klar. Er habe sich immer auch als Freund und Helfer gesehen. „Ich habe immer versucht, auch den Kindern und Jugendlichen zu helfen, wenn es mal ein Problem gab“, betont der heute 63-jährige. Wenn mal ein Fahrradschloss geknackt werden musste, oder ein Streit zu schlichten war – „ich habe gerne geholfen, auch mal, um den ersten Dampf aus scheinbar verzwickten Situationen zu nehmen“, erklärt er. Die Kinder und Jugendlichen haben das verstanden, ihn schätzen und lieben gelernt.

 

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Das allgemeine Schulleben, das Miteinander auf allen Ebenen, der Trubel, das viele Lachen in den Pausen, auf den Fluren, das werde ihm fehlen: „Ich habe die Zusammenarbeit immer als sehr angenehm empfunden. Ich kann auch sagen, dass sich das über die ganzen Jahre nicht verändert hat“, findet Frank Pätzold.

Ab Montag beginnt nun ganz offiziell ein neuer Lebensabschnitt, mit mehr Freiraum und Freizeit für gemeinsame Aktivitäten mit seiner Frau Marlis, die 28 Jahre als Sekretärin der Schule gearbeitet hat und bereits im Ruhestand ist, den Kindern und Enkelkindern.

Dem neuen Hausmeister, Markus Gerken, hat er bereits alles gezeigt und ihm den Weg bereitet. „Ich habe stets ein offenes Ohr für Fragen. Kontrollgänge werde ich aber ganz sicher nicht machen, auch wenn ich nebenan wohnen bleibe“, verspricht Frank Pätzold lachend.

Und wie sieht Tag eins im Ruhestand aus? „Ich werde einfach mal bis 9 Uhr schlafen und dann mit meiner Frau frühstücken gehen“.