Das Land NRW bietet seinen begabten und engagierten Jugendlichen die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Juniorakademie. Für 2 Wochen haben die jungen Talente die Möglichkeit sich mit einem Fachgebiet zu beschäftigen, das einerseits auf unterrichtlichen Themen basiert, aber auch vertiefend wirkt. Zur Auswahl standen Psychologie (empirische Wissenschaft (insb. soziologische Inhalte)), Nanotechnologie (Naturwissenschaften (insb. Physik)) und Forensik (Naturwissenschaften (insb. Biologie). 

Auch ich durfte an der Juniorakademie teilnehmen. Mein Name ist Alexander Höll und über meine Erfahrung mit der Teilnahme an der JuAk berichte ich in diesem Artikel. 

Wie kam es zur Teilnahme?                                                                                                                                         

Nichts ahnend wurde ich Anfang des Jahres 2022 vom Team der Begabtenförderung unserer Schule (Herr Sommermeyer, Herr P. Sundermann) angesprochen. Man erzählte mir von der Möglichkeit einer 2-wöchigen Teilnahme an einer Akademie in den Sommerferien – das machte mich natürlich erstmal stutzig. Warum sollte ich mich schließlich in den Ferien, die eigentlich zur Erholung dienen, anstrengen und etwas für die Schule machen? Doch dann dachte ich etwas darüber nach und stimmte der Bewerbung durch die Schule zu. 

Wie lief der Prozess ab?                                                                                                                                                              

Es dauerte nicht lange, da waren alle Formalien geklärt. Ich wurde in einem Portal angemeldet, habe mir einen Kurs ausgesucht und Herr Sommermeyer schrieb mir eine Empfehlung. Dies und ein eigenes Motivationsschreiben brachte ich letztlich zur Post und wartete nun auf eine Rückmeldung; diese kam etwa einen Monat später – mit einer Zusage. Das freute mich natürlich. 

Wie lief die Ankunft und der Ablauf ab?                                                                                                                           

Ich selber habe mich für den Standort in Jülich mit den deutschsprachigen Kursen (Psychologie, Nanotechnologie und Forensik) entschieden. Untergebracht waren wir im schönen Haus Overbach, das als Internat und Hotel fungiert. Nein, es war keine eintönige Jugendherberge, wie ich anfangs dachte, es war ein Hotel mit Stil und Klasse. Modern eingerichtete Zimmer mit u.a. entsprechender Möblierung für schulische Tätigkeiten (z.B. ein Schreibtisch) und notwendiger Technik (z.B. genügend Steckdosen und ausreichende Beleuchtung). Zudem bietet das Haus Overbach schöne Aufenthaltsräume, die ebenfalls für verschiedene Zwecke eingerichtet waren (z.B. für das Arbeiten und Lernen oder einfach nur zum Entspannen und für gesellige Runden). Unsere Kurse selbst fanden im Forschungszentrum des Gymnasiums in Jülich statt. Hervorragend ausgestattete Fachräume für die Naturwissenschaften und ein schönes Zusammenspiel von Architektur und Farbgebung. 

Vor Ort angekommen wurde mir ein Zimmer und ein Zimmernachbar zugeteilt. 

Die Tage selbst vergingen wie im Flug. Bereits am ersten Tag habe ich viele tolle neue Menschen kennengelernt, die alle Gemeinsamkeiten haben – sie sind überdurchschnittlich begabt (vor allem in ihren schulischen Leistungen) und engagiert. Schnell habe ich gemerkt, warum gerade wir ausgewählt worden sind. Politisches, kirchliches und gesellschaftliches Engagement, sowie Begabungen in den Bereichen Sport, Musik und Kunst. Eine Menschengruppe von jungen Leuten im selben Alter, die gemeinsam die Tage verbringen. Diese waren geprägt von gemeinschaftlichen Tätigkeiten, Freizeit, Austausch und Erlenen von neuen Dingen. 

Wer denkt, man wäre während der JuAk zurück im Schulalltag, der täuscht sich. Die Referenten waren junge Doktoren im Alter von 20-25 Jahren und auch die Betreuer haben sich in diesen Altersdurchschnitt eingereiht. So konnte eine Atmosphäre kreiert werden, die so nicht oft zu finden ist. So hat auch die Abschlussparty am Ende der JuAk ein entsprechendes Bild vermittelt: Eine stimmungsvolle Atmosphäre und eine Gruppe mit viel Spaß, Musik und Tanz!

Alles in allem kann ich jedem eine Teilnahme nur empfehlen. Man lernt so viele tolle neue Leute kennen, mit denen man noch über die JuAk hinaus Kontakt hält. Dies wird u.a. auch durch den CdE gewährleistet, dem Club der Ehemaligen. Durch seine Veranstaltungen lassen sich frühere Teilnehmer von früheren Akademien zusammenbringen. Erst kürzlich fand das Nachtreffen 2022 in Velbert statt. Auch ich habe daran teilgenommen und fand es schön die „alte Truppe“ wiederzusehen.

Alexander Höll

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