Mit einer Wahlbeteiligung von 82 Prozent setzten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge sieben bis Q2 bei der Juniorwahl zum Bundestag ein klares Zeichen für die Wichtigkeit und die Bedeutung von bürgerlicher Beteiligung an Wahlen. Von 558 Wahlberechtigten nutzten 458 die Gelegenheit, um am Freitag im Wahllokal der Schule ihre Erst- und Zweitstimme abzugeben. Der langjährige heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek (SPD) erhielt dabei 38,2 % der Erststimmen, gefolgt von Suat Gülden (FDP) mit 17,0% der Stimmen. Auf Michael Sacher (Die GRÜNEN) entfielen 15,7%, auf Hubert Hüppe (CDU) 12,7% und auf Andreas Meier (Die LINKE) 8,7% der Stimmen. Die AfD mit ihrem Kandidaten Ulrich Lehmann holte 3,5% der Stimmen.

Bei den Zweitstimmen fiel die Wahl der Kinder und Jugendlichen hingegen weniger eindeutig aus. Die SPD sicherte sich mit 24,0% die meisten Stimmen, die GRÜNEN und die FDP folgen mit 19,0% und 14,6 %. Die Wahl der Schülerinnen und Schüler würde also eine so genannte "Ampel"-Koalition ermöglichen, aus SPD (rot), FDP (gelb) und den GRÜNEN.

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Die CDU erhielt 11,4% Prozent der Stimmen, die Partei die LINKE 9,0%. Ebenfalls den Sprung über die 5-Prozent-Hürde, die in der Regel über den Einzug einer Partei in den Bundestag entscheidet, schaffte am SGB die Tierschutzpartei mit 6,3 %. Die AfD (3,1 %), die PIRATEN und die PARTEI (je 2,4 %) wären an der Hürde hingegen gescheitert und wären, wenn es nach den Schülerinnen und Schüler des SGB ginge, nicht im Bundestag vertreten.

Im  Vergleich zum Endergebnis der Bundestagswahl zeigen sich interessante Verschiebungen – das Ergebnis der SPD liegt knapp über dem Schulergebnis, GRÜNE, FDP und LINKE schneiden dagegen deutlich besser ab, die CDU und insbesondere die AfD hingegen deutlich schlechter.

Insgesamt nahmen knapp 1,4 Millionen Jugendliche an 4.500 Schulen teil und setzten sich in den letzten Wochen mit der Bundestagswahl auseinander und trafen schließlich ihre Wahlentscheidung.

Das Endergebnis der Juniorwahl zur Bundestagswahl ergab folgende Verteilung der Zweitstimmen: Wahlsieger wurden die GRÜNEN mit 20,6 %, gefolgt von der SPD mit 19,4 %, der FDP mit 18,5 %, der CDU/CSU mit 13,5 %, der LINKEN mit 7,6 %. Die AfD schaffte mit 5,1 % knapp den Sprung über die 5-Prozent-Hürde. Wie auch am SGB scheint die FDP neben den GRÜNEN und der SPD die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Wahlprogramm jeweils besonders angesprochen zu haben. Die CDU/CSU hingegen auch bei der Juniorwahl ein schwaches Ergebnis hinnehmen.

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Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Das Projekt soll Schülerinnen und Schüler frühzeitig an das Thema Wahlen und Politik heranführen und sie auf die künftige Partizipation im politischen System vorbereiten. Neben der Motivation, zur Wahl zu gehen, soll Begeisterung und Interesse an Politik geweckt werden und somit die Grundlage für späteres gesellschaftliches Engagement entstehen. Das Projekt zur politischen Bildung basiert auf zwei Hauptsäulen: die unterrichtliche Einbindung und eine originalgetreue Wahlsimulation. Insbesondere für einen Teil der Oberstufenschülerinnen und -schüler war die Juniorwahl die Generalprobe für die Bundestagswahl an diesem Sonntag, an der sie als Erstwählerinnen und -wähler teilnehmen durften.cd52988c b674 44e6 b39c c53e56cc1204

 

Für den reibungslosen und korrekten Ablauf sowie die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln des Wahltages am SGB zeichnete sich der Q2-Grundkurs Sozialwissenschaften von Herrn Fahling verantwortlich. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten übernahmen auch die Wahlleitung und ermittelten das amtliche Endergebnis.

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 Fotos: SGB, Grafiken: Fahling