Sie unterrichtete zahlreiche Inklusionsschülerinnen und Schüler am SGB in der Sekundarstufe I und kümmerte sich intensiv darum, dass diese nach der neunten Klasse Anschluss im Berufsleben fanden. Alle haben ihren Weg gefunden, absolvieren Ausbildungen oder machen das Fachabitur an einer weiterführenden Schule. Nun lässt sich Ines Harre auf eigenen Wunsch an die Realschule Oberaden versetzen. "Besser eine Versetzung auf eigenen Wunsch, als eine verpflichtende Abordnung an Gymnasien im ganzen Kreis Unna", erklärt Ines Harre ihre Entscheidung, proaktiv nach einer Schule in der Nähe zu suchen, in der ein hoher Bedarf an sonderpädagogischer Förderung besteht. Mit ihr verliert das SGB eine sehr geschätzte und außerordentlich engagierte Sonderpädagogin, die ihre Kolleginnen und Kollegen ganz nebenbei stets geduldig und entspannt durch die vielfältigen Herausforderungen des gemeinsamen Lernens lenkte.

Ihre Kolleginnen aus der Garten-AG überraschten sie zum Abschied mit einem Abend im Schulgarten, auch ihre aktuellen und ihre ehemaligen Schülerinnen und Schüler schauten vorbei und verabschiedeteten sich sehr herzlich. Im Rahmen der letzten Lehrerkonferenz des Schuljahres wurde sie auch vom Kollegium sehr herzlich verabschiedet.

 In einem kleinen Interview blickt sie ihre sieben Jahre am SGB zurück und äußert sich auch zur zukünftigen Gestaltung und Nutzung des Schulgartens.

Wie sind Sie zum SGB gekommen?

Das war zum Schuljahr 2014/2015.Meine Förderschule musste aufgrund der Gesetzeslage schließen.Daher habe ich mich ans Gymnasium versetzen lassen.

Unterrichten am SGB: Was hat Ihnen am meisten Freude bereitet?

Das gemeinsame Arbeiten mit den KollegInnen und der Austausch und die Umsetzung von Ideen in der Arbeit mit den Förderschülerinnen und -schülern hat mir am meisten Freude bereitet, zudem mochte ich ihn den flexiblen Einsatz meiner Stunden in den verschiedenen Klassen

Mir hat sehr gefallen, dass ich die Schülerinnen und Schüler über einen langen Zeitraum begleiten durfte und dabei Ansprechpartnerin für alle Schülerinnen und Schüler sein konnte, egal um welches Thema es geht (Schönes, Trauriges oder auch persönliche Probleme).

Sie haben den Schulgarten maßgeblich mitgestaltet und als Lernort genutzt. Was wünschen Sie sich für die zukünftige Gestaltung und Nutzung des Schulgartens?

Die Gartenklassen sollen erhalten bleiben. Am besten so, dass auch in höheren Klassenstufen Schülerinnen und Schüler begeistert im Garten arbeiten und die Kleineren anleiten und somit ein gemeinschaftliches Ackern möglich wird. Dazu würde ich mir gemeinsames Arbeiten auch in AGs und einen echten Ökofreak für wirkliches Gelingen wünschen.

Nennen Sie drei Gründe, warum Sie gerne bei uns Lehrerin waren!

Ich hatte freie Hand in der Gestaltung und Umsetzung von Inklusion bzw. gemeinsamen Lernen, hier konnte ich persönliche Schwerpunkte in meiner Arbeit setzen. Meine eigenen Ideen konnte ich flexibel einbringen und zeitnah umsetzen.

Das Kollegium habe ich immer als nett, offen und aktiv wahrgenommen, ich denke dabei zum Beispiel an Klassenausflüge, Klassenfahrten und das Segeln.

Was werden Sie auf jeden Fall vermissen?

Meinen eigenen Förderraum! Das war das Beste!!! Auch als Anlaufstelle für die Förderkinder war es ein „sicherer Ort“, in dem auch Gespräche im kleinen, persönlichen Kreis stattfinden konnten.

 

Ines Harre

 

Abschied Garten Ines HarreGarten AG Abschied Ines

Liebe Ines Harre: Vielen Dank, alles Gute und auf Wiedersehen!