Kunst und Kultur haben es schwer in diesen Tagen; das ist längst hinlänglich bekannt. Auch die Musikensembles des SGB bleiben davon nicht verschont. Seit über einem Jahr schon ist aufgrund von Hygienevorschriften und Coronaverordnungen ein regulärer Probenbetrieb nicht mehr möglich.

Doch statt resigniert die Hände in den Schoß zu legen, haben die SGB-Musiker hier eher eine Herausforderung gesehen und allen Widrigkeiten zum Trotz ein Frühlingskonzert auf die Beine gestellt. Dazu laden die Bachkreis-Orchester ihre Zuhörer jetzt wieder ein – natürlich online.

„Alle Stücke wurden komplett online erarbeitet, erklärt Orchesterleiterin Bettina Jacka, „es hat keine einzige Präsenzprobe stattgefunden. Von zu Hause aus hat sie die Proben über Zoom durchgeführt, mal dirigierend, mal am Klavier begleitend. Die Ensemblemitglieder haben vorab digital erstellte Einzelstimmen und sogenannte „Playalongs“ zum heimischen Üben bekommen, damit die Online-Proben möglichst effizient ablaufen konnten. In Breakout-Rooms haben die Stimmen einzeln geprobt. Hier haben Dorothea Langenbach und Christian Tacke leitend bei der Probenarbeit mitgewirkt.

Drei völlig neue Stücke sind so eingespielt worden. „Cumberland Cross“ von Carl Strommen sowie die „Irish Suite“ von Leroy Anderson hat das A-Orchester erarbeitet, das B-Orchester spielt „Sling Shot“ von Michael Story. „Besonders bemerkenswert finde ich, dass auch die Orchesterklasse 6a sich komplett in die B-Orchesterproben integriert hat und hier für Verstärkung sorgte. Das war schon eine Herausforderung für die jungen Musiker, die eigentlich nur auf ein Jahr Orchestererfahrung zurückgreifen können, lobt Bettina Jacka das Engagement ihrer Schützlinge. Das dafür notwendige umfangreiche neue Notenmaterial wurde vom Förderverein des Bachkreises gespendet. „Das hat es für alle natürlich nochmal spannender gemacht, wirklich unbekannte Sachen zu erarbeiten, so Jacka.

Damit es am Ende aller Probenarbeit auch zu einem hörenswerten Endergebnis kommt, wurde das Dortmunder Tonstudio „upstairs“ damit beauftragt, die einzeln eingespielten Stimmen professionell zusammenzuschneiden. Der Kontakt zu den Tonprofis kam zustande über Marc Jacka, Sohn der Orchesterleiterin und selbst langjähriges Mitglied der SGB-Orchester, der sehr viel Zeit und Engagement in die Realisierung des ehrgeizigen Projektes gesteckt hat. Auch hier war der Förderverein des Bachkreises erneut bereit, finanzielle Unterstützung zu leisten.

„Ich freue mich riesig darüber, dass es nach all den schwierigen Wochen und Monaten gelungen ist, das Projekt zu verwirklichen, zeigt sich Schulleiterin Bärbel Heidenreich begeistert. „Schließlich sind die Konzerte des Bachkreises schon seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil unseres Schullebens und wurden daher von vielen schmerzlich vermisst. Deshalb bedanke ich mich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz, immer das beste aus der gegebenen Situation zu machen.

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