Sabine Freyermuth Mensa 1Um die Verpflegung in den großen Pausen und in der Mittagszeit kümmert sich am Städtischen Gymnasium Bergkamen seit 18 Jahren der Mensaverein. Täglich strömen unzählige Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an die Ausgabe und versorgen sich mit belegten Brötchen, Baguettes, Getränken und vielen Produkten mehr. Das geht nur dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Mütter und Väter. Nun werden aber die Helferinnen und Helfer knapp. So knapp, dass die Mensa am Freitag, den 20. November, vorerst für einen Tag schließen muss. Weitere Tage könnten folgen. Sabine Freyermuth, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, berichtet im Interview über die tägliche Arbeit und die besonderen Herausforderungen der aktuellen Situation.

Die Mensa gibt es seit dem Schuljahr 2001/2002, der Mensaverein wurde nach einem Pilotprojekt am 23. Mai 2002 offiziell gegründet. Seit 18 Jahren wird die Schulgemeinde zu fairen Preisen verlässlich versorgt. Vor den Sommerferien musste coronabedingt geschlossen werden, nun läuft der Betrieb seit Wiederbeginn des Unterrichts trotz nochmals erhöhter Hygieneregeln weitgehend normal weiter. Wie organisieren Sie das?

Sabine Freyermuth: Glücklicherweise ist die Nachfrage hoch, so dass wir in unserem Sortiment keine Einschränkungen hinnehmen müssen. Durch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie der neuinstallierten Plexiglasscheiben an der Ausgabe können wir glücklicherweise Normalbetrieb fahren. Das funktioniert aber nur, weil alle Beteiligten sehr umsichtig in der Umsetzung der Hygiene- und Abstandsregeln sind. Insbesondere möchte ich die Schülerinnen und Schüler loben, die sich vorbildlich an die geltenden Regeln halten.

Wie läuft die tägliche Arbeit ab? Was müssen interessierte Elternteile wissen, wenn sie ehrenamtlich einsteigen wollen?

Sabine Freyermuth: Zu Beginn erfolgt eine Hygienebelehrung. Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt dürfen wir diese selbst vornehmen, so dass eine Einweisung vor Ort sehr gut möglich ist.

Man wird einmal im Monat in der Regel für drei Stunden eingesetzt. Um eine möglichst hohe Planungssicherheit auch für interessierte Berufstätige bieten zu können, erstellen wir einen Jahresplan, dieser hat sich ebenso bewährt, wie der Einsatz fester Teams. Das erleichtert die Abläufe.

Was sind die konkreten Aufgaben als Mensamutter oder -vater?

Sabine Freyermuth: Im Prinzip sind die Aufgaben vergleichbar mit denen in einer normalen Kantine, nur, dass wir nicht kochen. Es geht darum, Produkte vorbereiten, Brötchen oder Baguettes zu schmieren, die Kasse zu machen und zu verkaufen.

Sie sprachen den Personalmangel an: Wie viele Leute bräuchten Sie, um den Regelbetrieb garantieren zu können?

Sabine Freyermuth: Wir brauchen mindestens fünf neue Kräfte, lieber sieben oder acht. Das würde uns sehr helfen. Mitmachen können übrigens nicht nur Mensamütter oder Mensaväter, sondern auch Mensaomas und Mensaopas. Auch die Anmeldung eines Kindes an der Schule ist keine Voraussetzung. Alles ist möglich.

Wer Interesse hat, kann sich gern unter  melden.

Der Vorstand

1. Vorsitzender: Christian Mecklenbrauck

2.Vorsitzende: Sabine Freyermuth

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Fotos: Mensa