Pünktlich auf die Minute rollte der ICE aus Hamm mit den 25 Schülerinnen und Schülern sowie den drei Begleitlehrern am Sonntagmittag im Berliner Hauptbahnhof ein. Nach einer kurzen Tram-Fahrt zum Hotel an der Oranienburger Straße und dem „Check in“, machten sich die Jugendlichen mit zwei Stadtführern zu Fuß auf dem Weg zu den ersten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

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Zur großen Überraschung aller war „verkaufsoffener Sonntag“ und zufälligerweise endete die Stadtführung am Potsdamer Platz, direkt gegenüber der großen „Mall of Berlin“, so dass sich die Lehrer leicht überreden ließen, die wohlverdiente Pause vor Ort einzulegen.

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Das gemeinsame Burger-Essen im „Hard Rock Café“ am Kurfürstendamm und ein abendlicher Besuch an der Gedächtniskirche rundeten den ersten Tag ab.

Montag, 27.Januar 2020, unser zweiter Tag in Berlin: Dungeon, DDR-Museum, Stadterkundungsspiel

Von Elif Melek Yilmaz, 9a

„Wir waren an einem gruseligen Ort, dem ‚Berlin Dungeon‘. Es ging mir wie vielen anderen, ich konnte mein Herzklopfen hören, als wir die dunkle Geschichte Berlins ab dem Mittelalter nacherleben konnten. Ich habe bemerkt, wie gut wir miteinander umgehen können, obwohl wir uns noch nicht so richtig kennen. Ein Beispiel dafür ist, dass wir in einem Raum, dem Spiegel-Labyrinth, nicht genau wussten, wo wir hingehen sollten, wir uns dann aber gegenseitig geholfen haben, den Ausgang zu finden. Im ‚Dungeon‘ gab es viele Abenteuer zu erleben. Der Höhepunkt war für viele der ‚Free-Fall-Tower‘, mit dem man in die ‚Freiheit‘ fallen konnte.

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Nach einer kleinen Mittagspause besuchten wir das DDR-Museum. Dort gab es viele spannende Erinnerungsstücke aus dem Leben der Menschen in der ehemaligen DDR. Man konnte auch einen Trabbi fahren und viele Dinge ausprobieren. Ich persönlich fand die nachgebaute Wohnung mit einer originalen Einrichtung sehr spannend. Es fühlte sich wie eine Zeitreise in die Vergangenheit an.

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Anschließend starteten wir in kleinen Gruppen zu einer Stadterkundung. Hier mussten wir am Handy verschiedene berühmte Orte wie den Alexanderplatz, die Humboldt-Universtität, das Brandenburger Tor und viele mehr aufsuchen, Fragen beantworten und ‚Beweisfotos‘ schießen. Es waren fast sechs Kilometer zu Fuß, aber wir haben die Strecke locker bewältigt und viel Neues über die Stadt und ihre bedeutsamen Bauwerke gelernt. Alle Gruppen warten gespannt auf das Endergebnis, denn die beste Gruppe sollte ein Abendessen mit den Lehrern gewinnen.

Ich hoffe, dass die nächsten Tage in Berlin auch so schön verlaufen werden.“

Dienstag, 28. Januar 2020, unser dritter Tag in Berlin: Bundesrat, Gedenkstätte Bernauer Straße, Disco Matrix

Von Marie Merchel, 9b

"Heute Morgen haben wir den Bundesrat besucht und uns dort zunächst das imposante Gebäude und den Plenarsaal angeschaut. Anschließend durften wir in einem Planspiel selbst die Mitglieder der 16 Bundesländer repräsentieren und mussten die Meinung für unser Land gegenüber einem Vorschlag der Bundesregierung äußern. Es ging um einen Gesetzesvorschlag, nach dem Verstöße gegen das Gleichheitgesetz mit einer Haftstrafe geahndet werden sollten. Die Ländervertreter waren sich einig, dass die Strafen bei Diskriminierung erhöht werden mussten, eine Haftstrafe wurde jedoch abgelehnt und stattdessen nur eine Geldstrafe gefordert.

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Berlin 2020 12Anschließend besichtigten wir die Mauer-Gedenkstätte Bernauer  Straße. Dort konnten wir nachvollziehen, wie das Leben zu Zeiten der Mauer und des geteilten Berlins gewesen sein muss. 

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Abends feierten wir gemeinsam in der berühmten Disco Matrix an der Warschauer Straße.
Ich fand den Tag sehr schön."

 

Mittwoch, 29. Januar 2020, unser vierter Tag in Berlin: Madame Tussauds, Spionagemuseum, Panoramapunkt und Bundestag

Von Greta Burkhardt & Marlene Wirth, 9d

„Nach dem Frühstück sind wir zu ‚Madame Tussauds‘ am Brandenburger Tor gefahren. Die Wachsfiguren haben uns alle sehr begeistert. Es gab berühmte Sänger, Schauspieler und Filmcharaktere zu sehen.

Danach haben wir das deutsche Spionagemuseum besucht. Uns wurde die Geschichte und die Entwicklung der Spionage erklärt und einige Geräte, die zur Spionage verwendet werden, zum Beispiel Handtaschen mit eingebauter Kamera, vorgeführt. Zudem konnten wir unsere Passwörter auf ihre Sicherheit überprüfen und uns einem Lügendetektortest stellen.

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Nach einer Mittagspause sind wir zum Panoramapunkt am Potsdamer Platz gegangen und sind mit dem schnellsten Aufzug Europas in nur 24 Sekunden auf über 90 Meter Höhe gefahren. Oben angekommen, konnten wir einen atemberaubenden Blick über Berlin genießen. Am Abend haben wir den Bundestag besucht und durften nach einer Sicherheitskontrolle als Zuschauer für 45 Minuten in den Plenarsaal. Dort hörten wir verschiedene Reden der Bundestagsabgeordneten zum geplanten Adoptionshilfe-Gesetz, unter anderem sprach Familienministerin Franziska Giffey, die das Gesetz auf den Weg gebracht hat.Berlin 2020 15

Anschließend holte uns Oliver Kaczmarek, der Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises, zu einem Gespräch ab. Er erzählte von der aktuellen Arbeit im Bundestag und beantwortete unsere Fragen, zum Beispiel die Frage aller Fragen, nämlich, wieviel Geld er verdient. Er begleitete uns zum Abschied noch für ein gemeinsames Foto auf die Kuppel des Bundestages.

Der Tag hat uns gut gefallen und wir freuen uns auf den Rest der Berlinfahrt.“

 

Donnerstag, 31. Januar 2020, unser fünfter Tag in Berlin: Gedenkstätte Hohenschönhausen, Bundesnachrichtendienst, Bowling 

Von Cansu Ercan, Lilly Sophie Gunia, Claudia Lichecki, Klasse 9c

„Während die Gruppe bereits vorgefahren war, mussten wir aufgrund eines Totalausfalls unserer Wecksysteme mit Herrn Fahling nachfahren. Uns gelang es dennoch pünktlich zur Führung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit, einzutreffen.

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Dort lernten wir viel über die dunkle Vergangenheit der DDR und ihres ehemaligen Stasi-Gefängnisses mithilfe des Zeitzeugens Rainer Dellmuth, der auch regelmäßig zu Gast an unserer Schule ist. Er erzählte uns sehr eindringlich über das Gefängnisleben und die erschreckenden Bedingungen, die damals herrschten.

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Nach  einer kurzen Pause am Alexanderplatz und im Hotelzimmer begaben wir uns zum Bundesnachrichtendienst, dem Auslandsgeheimdienst der BRD. Dort hörten wir uns im Besucherzentrum einen Vortrag über die Arbeitsbereiche an und gingen daraufhin in die Ausstellung. 

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Weil es der letzte Tag war, durften wir uns danach 5 Stunden frei in Berlin bewegen. Die Gewinner der Stadterkundung gingen mit den Lehrern italienisch essen.

Abends trafen wir uns zum letzten Programmpunkt, dem Bowlen. Es machte allen sehr viel Spaß, da alle den Dreh nach einiger Zeit raus hatten.

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Insgesamt war es ein schöner letzter Tag und wir sind etwas traurig, dass die Fahrt schon am Freitagmittag zu Ende ist.“