Screenshot 2018 10 30 at 09.29.40Das Städtische Gymnasium Bergkamen trauert um seinen ehemaligen Schulleiter, Oberstudiendirektor a.D., Karl Jüdes. Er verstarb am 23. Oktober im Alter von 89 Jahren.

Karl Jüdes folgte drei Jahre nach Gründung auf Ilse Thüner-Holz und leitete das Gymnasium von 1968 bis 1989.

In den 21 Jahren unter seiner Leitung gestaltete er den Aufbau und das Profil der Schule maßgeblich. Karl Jüdes legte besonderen Wert auf das soziale Miteinander der gesamten Schulgemeinde. „Das, was wir Gymnasium nennen, müssen wir selbst so entwickeln, dass es auch zur Stadt und seinen Kindern passt“, erinnert sich Heinrich Peuckmann, Lehrer am Gymnasium Bergkamen von 1974 bis 2011, an das Credo seines ersten Schulleiters. „Soziales Miteinander und hoher Lerntrag sollten keine Gegensätze sein“, sagt Peuckmann. Ein Grundsatz, der auch heute noch gilt.

In die Zeit unter Karl Jüdes‘ Leitung siedelte das Gymnasium im Schuljahr 1969/1970 auch auf das heutige Grundstück an der Hubert-Biernat-Straße über. 1973 legte der erste Jahrgang seine Abiturprüfungen ab, 1974 ging die Schule in städtische Trägerschaft über.

Mit der Stadt wuchs auch die Schulgemeinde in den Folgejahren stetig. Karl Jüdes, selbst Lehrer für Mathematik und Physik, legte in der Schulentwicklung besonderen Wert auf die mathematisch-naturwissenschaftliche Ausrichtung des Gymnasiums, doch auch Musik, Kunst, Literatur und Theater genossen seine Wertschätzung. Bachkreis, Schreibschule und Theater, all dies förderte Karl Jüdes und fand seine Anfänge unter seiner Leitung.

Karl Jüdes war ein Schulleiter, angenehm im Umgang, hochgeachtet und engagiert, aber auch konsequent in seinen Entscheidungen, die auch mal unkonventionell sein konnten, wenn es denn der Sache und dem Wohl der Schulgemeinde dienlich war. Vertrauen und Menschlichkeit standen für ihn dabei immer an erster Stelle.

Die Schulgemeinde des Städtischen Gymnasiums Bergkamen wird Oberstudiendirektor a.D. Karl Jüdes ein ehrendes Andenken bewahren.