unter der Leitung von Frau Musholt

Die Installationen und Objekte des Künstlers Christian Boltanski („Ich bin eine Keksdose“) standen im Mittelpunkt dieses Unterrichtsvorhabens (zentralabiturrelevantes Thema  2015-2018). Dabei ging es sowohl im Theoretischen wie im Praktischen darum,  den Dingen auf die Spur zu kommen durch Archivierung, Erforschung, Erinnerung und Bewahrung. Auf der Basis von werkexternen Quellen (Aleida Assmann) definierten die Schülerinnen und Schüler die Begriffe „Individuelles Erinnern“ und „Kollektives Erinnern“ und erläuterten anschließend anhand von unterschiedlichen Holocaust-Denkmälern in Berlin, inwiefern Kunstwerke als Erinnerungskultur dienen. Inwiefern Boltanskis Objekte und Rauminstallationen als kollektiver und individueller Gedächtnisspeicher fungieren und ‚Erinnerung‘, ‚Tod‘ und ‚Vergänglichkeit‘ eine Schlüsselrolle spielen, stellten die Schülerinnen und Schüler anhand exemplarischer Werke heraus (Personnes, El Caso ). In der gestaltungspraktischen Arbeit entwarfen die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage von Gegenständen, Gegebenheiten und Situationen ein eigenes Objekt, das die Identität einer realen oder fiktiven Person darstellt. Dabei bezogen sie sich in der subjektiven Rekonstruktion ihrer Biografie auf einen für den Betrachter nachvollziehbaren thematischen Kontext (z.B. Heimat, Krieg, Emigration, Flucht, Auswanderung etc.) und arrangierten die Gegenstände aussagekräftig an einem dafür geeigneten Aufbewahrungsort als sogenanntes „biografisches Archiv“ (z.B. in einem Koffer, diversen Kästen, Schachteln, einem Mobile etc.).  Die Identität der dargestellten Person sollte möglichst ohne Erläuterung erklärbar sein.      

 

Anna Weste
Annika Weber
Carolyn Loock
Franziska Fischer
Hannah Lepke
Jaqueline Paul
Nele Fritzsche
Nina Holtmannspötter
Sara Urbanek
Yasemin Uysal Außenansicht
Yasemin Uysal Innenansicht