Screenshot 2017 11 02 at 18.33.41Bergkamen/Bergen-Belsen - Tief hängt der Himmel über der Gedenkstätte von Bergen-Belsen. Aus der Ferne sind Gewehrsalven und Explosionen zu hören. Die Nähe des Truppenübungsplatzes der Bundeswehr mag unpassend erscheinen, aber dennoch verleiht die Geräuschkulisse der Gedenkstätte eine eindringliche Atmosphäre. „So etwas darf nie mehr passieren“, sagt eine Schülerin und streicht sich über die Arme, um die Gänsehaut zu vertreiben.

 

Es ist Dienstagmorgen in den Herbstferien. Während etliche Mitschüler noch in ihren Betten liegen, steigen 21 Gymnasiasten um 7.15 Uhr in den am Busbahnhof wartenden Reisebus. Zweieinhalb Stunden dauern Hin- und Rückfahrt jeweils. Dazwischen liegen sechs Stunden Studientag in einer Gedenkstätte, die an die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs erinnert. „Man muss so etwas mal gesehen haben“, meint Luise Weidlich. „Man kann sich nicht genug mit der Geschichte befassen“, sagt Clara Stams. Sie hat Geschichte Leistungskurs, Luise Grundkurs. Einen Ferientag zu opfern, macht ihnen nichts aus. 

Schicksale anhand von Todesanzeigen

Lisa-Marie Kardatzki weiß genau, was auf sie zukommt. „Ich war schon einmal mit dem Orchester da, aber damals konnten wir das Außengelände nicht besuchen, weil das Wetter zu schlecht war.“ Das spielt dieses Mal einiger Maßen mit. Der Studientag ist in vier Teile unterteilt: Erst gibt es eine theoretische Einführung von einem Mitarbeiter an einem Modell, dann werden anhand von Todesanzeigen in Zeitungen Schicksale aufgearbeitet. Dann geht es dorthin, wo einst die Baracken standen und der Appellplatz war. Viel zu sehen gibt es nicht mehr, doch die Schüler erhalten eine Vorstellung von der Größe des Konzentrationslagers.

Geschichte von Zeitzeugen

 Nach einer kurzen Mittagspause geht es in die Ausstellung. Die beginnt 1939, als Bergen-Belsen Kriegsgefangenenlager war, beschreibt die Umstände, als das Lager von 1943 bis 45 als KZ genutzt wurde und die Zeit danach, als es als Unterkunft für die staatenlosen, als Displaced Persons Camp (1945 bis 1959) diente. Die Schüler beschäftigen sich mit den Geschichten von Zeitzeugen, hören kopfschüttelnd, was Dorfbewohner beobachtet hatten. Die Zeit drängt, die Ergebnisse sollen zusammengetragen werden, doch die Schüler erbitten sich mehr Zeit. Lehrer Groesdonk gibt sein Okay. „Ich kann Euch verstehen.“ Doch die Zeit reicht nicht aus. „Sechs Stunden sind zu wenig“, sagt Katharina Schulz. 

Zum Abschluss zu Massengräbern und Gedenksteinen

Vor der Vitrine, die sich Yvonne Schulz widmet, bleibt sie länger stehen. „Wenn man das live direkt von ihr hört, ist das mega-berührend. Man wusste einfach nicht, was man sagen sollte.“ Ihrer Freundin steigen die Tränen in die Augen. „Sollen wir rausgehen?“, fragt Katharina. Die andere kann nur nicken. Kurz vor der Abfahrt geht es nochmals hinaus ins Gelände. Ziel sind die Massengräber und Gedenksteine. Vor einem Massengrab bleibt eine Schülerin länger stehen: „Ich musste noch ein Gebet sprechen“, sagt sie, als sie sich der Gruppe wieder anschließt.

 

Autor

Für 10 Tage durfte ich in den Sommerferien auf das Schloss Loburg in Ostbevern,
um an der Juniorakademie teilzunehmen. Ich belegte dort den englischsprachigenScreenshot 2017 10 18 at 07.29.45
Kurs „Nanotechnology“

Aber wie kam es dazu?
Anfang 2017 fragte mich mein Lehrer
Herr Sommermeyer, ob ich an der
Juniorakademie teilnehmen will. Ich
informierte mich und schaute mir das
Programm an. Ich überlegte nicht lange
und sagte ihm zu.
Die Juniorakademie bietet ein Programm
in den Sommerferien an, bei dem
Schüler außerhalb der Schule gefördert
werden.
Jedes Gymnasium in NRW kann 2-3
Schüler vorschlagen.Es nahm seinen Lauf...
Für eine mögliche Teilnahme war es nötig, eine Bewerbung zu schreiben. Große
Chancen rechnete ich mir nicht aus, da es wesentlich mehr Bewerbungen als
Plätze gab.
Nach einigen Wochen bekam ich endlich Rückantwort von der Juniorakademie. Als
ich las, dass ich einen der Plätze erhalten hatte, freute ich mich sehr darüber. Ich
hatte die Zusage für den Kurs „Nanotechnology“ in Ostbevern. Dieser Kurs sollte in Englisch abgehalten werden.
Per E-Mail bekam ich weitere Informationen. Ich musste ein Referat aus dem Bereich der Nanotechnologie vorbereiten und sollte es später meinem Kurs in Englisch vortragen. Die Sommerferien rückten näher und ich hatte viel E-Mail Kontakt mit den
Kursteilnehmern und Kursleitern. Am 7. August ging es endlich los und ich war sehr aufgeregt. In Ostbevern wurde ich freundlich aufgenommen. Nach der Einführungsveranstaltung ging es gleich mit den Kurs los. Zu Beginn lernten wir uns kennen und diskutierten über das Kursthema, natürlich alles in englischer Sprache. Unser Kurs bestand aus 18 Teilnehmern, die aus ganz NRW kamen. Unsere Kursleiter Peter und Tim waren klasse, und ich freute mich auf die nächsten Tage.

Neben dem Kursblock am Morgen und am Nachmittag gab es noch weitere Programmpunkte, die sogenannten KüA´s (Kursübergreifende Angebote) Sport, Musik,….. Der Tag war sehr strukturiert, interessant, aber auch anstrengend:

Hier ein Tagesablauf:
06.00- 07.30 Uhr Frühsport (freiwillig)
07.30 Uhr Wecken
08.00- 08.30 Uhr Frühstück
08.30- 09.00 Uhr Plenum
09.00- 12.30 Uhr Kurs-Block 1
12.30- 13.30 Uhr Mittagspause
13.30- 15.55 Uhr Chor
15.55- 16.00 Uhr Freizeit
16.00- 18.00 Uhr Kurs- Block 2
18.00- 19.00 Uhr Abendessen
19.00- 20.30 Uhr Kursübergreifende Angebote A
20.30- 22.00 Uhr Kursübergreifende Angebote B
Ab 22.30 Uhr Nachtruhe!


In die „Nanotechnology“ habe ich einen umfangreichen Einblick bekommen. Neben der Theorie gab es auch eine Reihe an praktischen Versuchen. Es hat mir sehr viel
Spaß gemacht, und ich habe eine Menge gelernt. Gemeinsam arbeiteten wir an
unserer Kursarbeit. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es für mich eine interessante und
spannende Zeit war, die ich in Ostbevern verbringen durfte. Sowohl im Kurs als
auch bei den KüA`s habe ich viele nette, interessante und lustige Menschen
kennengelernt. Wir hatten viel Spaß und eine wirklich tolle Zeit zusammen! Der Kontakt besteht immer noch und ein Nachtreffen ist im November geplant. Für mich ist es eine unvergessliche Erfahrung, die ich in den Sommerferien in Ostbevern machen durfte. Deshalb bedanke ich mich bei Herrn Sommermeyer, der mich für die Teilnahme an der Akademie vorgeschlagen hatte.

Nina Seiler Klasse 9f

stift

Auch in 2017 führt das Städtische Gymnasium Bergkamen wieder Projekttage für die Jahrgänge fünf bis Q1 durch. Statt – wie in den vergangenen Jahren – direkt zum Schuljahresstart, liegt der Termin auf Vorschlag der Lehrerkonferenz und nach Beschluss der Schulkonferenz nun aber erstmals kurz vor den Herbstferien am Donnerstag, 19. Oktober, und Freitag, 20. Oktober. „Wir wollen damit direkt nach den Sommerferien einen zügigen Start in den Unterrichtsalltag gewährleisten und probieren nun einen Alternativtermin, um das bewährte Konzept der Projekttage weiter zu optimieren“, erklärt Schulleiterin Bärbel Heidenreich.

Das Programm ist vielfältig wie bunt: Während die siebten Klassen das Angebote aus dem Bereich Lions Quest (soziales Lernen) nutzen werden, stehen die Projekte in den Jahrgängen acht und neun ganz im Zeichen von „Gesundheitserziehung, Umwelt und Soziales“.

Die Sechstklässler verbringen die Projekttage in der Oberadener Römerbergsporthalle. Dort proben sie am Donnerstag und Freitagmorgen unter der Regie von ausgebildeten Zirkus-Pädagogen für ihren Auftritt, der am Freitagnachmittag, ab 15.30 Uhr, in der Römerbergsporthalle stattfinden wird. Dann nämlich werden die Schülerinnen und Schüler vor großem Publikum ihre eigene Zirkusvorstellung präsentieren.

Die Oberstufenjahrgänge EF und Q1 nutzen die Projekttage für Übungen zu den Grundlagen selbstständigen Arbeitens und der Vorbereitung auf die Facharbeit, die Q2 befindet sich auf Jahrgangsstufenfahrt.

 

Untenstehend eine Übersicht über die Veranstaltungen in der Sekundarstufe I:

 

 

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Das Städtische Gymnasium Bergkamen gehört zu den sieben Schulen im Kreis Unna, die sich erfolgreich auf ein Starter-Paket für die Gründung einer „Robotik-AG“ beworben haben. Das zdi-Netzwerk Perspektive Technik, das von der Stiftung Weiterbildung der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) koordiniert wird, ermöglichte dies in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung der KARL-KOLLE-Stiftung.
Unter der Leitung von Technik-Lehrer Florian Mitterlechner tüfteln nun immer montags von 13.45 bis 14.45 Uhr im Technikraum B201 interessierte Siebt- und Achtklässler in Teamarbeit an der Konstruktion ihrer eigenen Roboter.
Die ersten Schritte erfolgen nach Bauanleitung, dafür stehen in dem Set eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien nebst Anregungen zur Verfügung, die die Grundlage bilden sollen, um später auch selbst Roboter entwickeln zu können.
 „Wir haben uns beworben, um das AG-Angebot im technischen Bereich auszubauen. Die Förderung von Kreativität und Problemlösestrategien durch die Konstruktion von Robotern und deren Programmierung stehen dabei im Fokus“, erläutert AG-Leiter Florian Mitterlechner, der gern noch weitere Schülerinnen und Schüler in der AG begrüßen würde. „Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen“.

Genauso wie das zdi-Netzwerk Perspektive Technik möchte die KARL-Kolle-Stiftung einen Beitrag zur Technikförderung der Kinder und Jugendlichen im Kreis Unna leisten. Mit der Gründung von Robotik-AGs an Schulen ist es dem zdi-Netzwerk Perspektive Technik erfolgreich gelungen, Kinder und Jugendliche aus spielerische Art und Weise für die Themen Naturwissenschaften zu begeistern. „Das gute Abschneiden von Teams aus dem Kreis Unna bei nationalen und internationalen Wettbewerben bestärkt uns darin, diesen Weg weiterzugehen und damit langfristig und präventiv dem drohenden Fachkräftemangel im Kreis Unna entgegenzuwirken", so Projektkoordinatorin Anica Althoff.

Die Aufnahme zeigt im Vordergrund Kilian und Valentin (v.l.) aus dem achten Jahrgang beim Bau ihres eigenen Roboters mithilfe der Materialien aus dem Starter-Paket. Bild: Mitterlechner/SGB

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Die beiden pädagogischen Schlagzeug-Konzerte der Philharmonie Westfalen, Kooperationspartner des Städtischen Gymnasiums Bergkamen, begeisterten am Donnerstag die Fünft-, Sechst- Siebt- und Neuntklässler im PZ. Insgesamt kamen 40 Schlaginstrumente zum Einsatz. Die Bildergalerie vermittelt einen kleinen Eindruck vom Instrumentarium und der „Welt des Schlagzeugs“.
 
 
 
Konzert Philharmoniker
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