Figuren, Inhalte, Stimmungen und Bilder zum Leben zu erwecken – darin besteht die Kunst des Vorlesens. Jamil Badjie aus der Klasse 6c des Städtischen Gymnasiums Bergkamen zog an diesem Montag beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen mit seinem Beitrag aus „Die Beschwörerin der Steine“ aus der Fantasy-Reihe „Beast Quest“ die zehnköpfige Jury und das Publikum ganz besonders in seinen Bann. Als Gewinner auf Schulebene vertritt Jamil das SGB nun am 22. Januar 2018 auf Stadtebene.
In die Stadtbibliothek begleitet wird Jamil dann von Caterina Grella aus der Klasse 6b, die mit ihrem Auszug aus „Biss zum Morgengrauen“ Platz zwei belegte. Dritte wurde Marie Richter mit „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ aus der Klasse 6a, gefolgt von Cosma Landsberger aus der 6d, die aus „Gregs Tagebuch: Dumm gelaufen“ vorlas.
Alle Vier hatten sich zuvor als Klassensiegerinnen bzw. Klassensieger für den Schulwettbewerb im PZ qualifiziert. Nachdem sie zunächst aus ihrem Lieblingsbuch vorlasen, folgte eine Kostprobe ihres Könnens aus einem Fremdtext, in dem es sich diesmal um Weihnachtsgeschichten drehte.
In der Runde der fachkundigen Jury nahmen diesmal die Vorjahressiegerin Greta Burkhardt (7d) und Tuana Yavuz (7a) sowie die Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer Frau Schatt, Frau Koschnick, Herr Kaiser und Herr Sonntag Platz. Das Team komplettierten die Vorsitzende Frau Kieslich, ehemalige Schulleiterin des SGB, Herr Kray von der Stadtverwaltung Bergkamen sowie Frau Koch (Stadtbibliothek) und Frau Schürmann (Sparkasse Bergkamen-Bönen).

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Die Aufnahme zeigt Schulsieger Jamil Badjie und die Zweitplatzierte Caterina Grella.
Fotos: SGB/Koschnick



Die Volleyballerinnen des Städtischen Gymnasiums Bergkamen verpassten den Sieg bei den Kreismeisterschaften in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 2000-2003) nur knapp und mussten sich dem mit NRW-Auswahl- und Nationalspielerinnen besetzten Friedrich-Bährens-Gymnasiums Schwerte geschlagen geben.
Da das Schwerter Ruhrtalgymnasium kurzfristig nicht angetreten war, spielten die Bergkamenerinnen direkt das Finale gegen das Friedrich-Bährens-Gymnasium. Sportlehrer Holger Schützner, der die Volleyballerinnen begleitete, war mit der Leistung seiner Schützlinge äußerst zufrieden. „Es war ein Spiel, das taktisch und technisch auf sehr hohem Niveau verlief“, beschreibt Schützner. Gegen die stark besetzten Schwerter gelang es den SGB-Spielerinnen immer wieder Nadelstiche zu setzen, doch am Ende setzten sich die Gastgeberinnen nach drei Sätzen durch.  „Für uns war das Duell eine wichtige Erfahrung. Zudem hat sich gezeigt, dass wir ein schlagkräftiges Team mit Perspektive haben, schließlich können vier Spielerinnen auch kommendes Jahr noch eingesetzt werden“, bilanzierte Holger Schützner zufrieden.
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Die Aufnahme zeigt die Volleyballerinnen der Wettkampfklasse II des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Oben von links: Antonia Block, Chantal Schewzyk, Johanna Düchting, Lia Siddharta, Jasmin Krystkiewicz und Zelal Gül. Unten von links: Celina Schulze, Gizem Akbulut, Nisrin Kerkour El Miad, Johanna Kopp und Xiao Hui Zhang
Foto: Schützner/SGB

vlAm Montag, 4. Dezember. findet zwischen 10 und 11.40 Uhr der Vorlesewettbewerb der Klassen 6 des Städtischen Gymnasiums Bergkamen im PZ statt. Dabei treten die zuvor gekürten Klassensiegerinnen bzw. Klassensieger vor einer Jury an und geben eine Kostprobe ihrer Lesekünste. In der Jury werden Herr Kray (Schulverwaltungsamt), Frau Schürmann (Sparkasse Bergkamen), Frau Kieslich (ehemalige Schulleiterin des SGB), Frau Koch (Stadtbibliothek), die Deutschlehrer der Jgst.6 sowie die Vorjahressieger sitzen. Die Siegerin oder der Sieger der Schule wird das SGB auf Stadtebene vertreten. 

Wissenschaft trifft Praxis – Wie ein roter Faden durchzog dieses Motto die interdisziplinäre Tagung „SeiteneinsteigerInnen – Zur Schulsituation neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis“ in der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Auch das Städtische Gymnasium Bergkamen war mit seinem „Go-In-Modell“ zur Beschulung von zugewanderten Schülerinnen und Schülern, nach dem diese direkt nach ihrer Ankunft in Deutschland in den Regelunterricht integriert werden, als ein Beispiel für einen (integrativen) Ansatz vertreten.

Matthias Fahling und Monja Schottstädt vom Städtischen Gymnasium Bergkamen und Steffi Stelzer vom Kommunalen Integrationszentrum Unna, die die Umsetzung des Modells seit 2013 auf Kreisebene koordiniert, folgten dabei der Einladung des Verbundprojektes „Formative Prozessevaluation in der Sekundarstufe. Seiteneinsteiger und Sprache im Fach (EVA-Sek)“, an dem die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Universität Bielefeld und die Europa-Universität Flensburg gemeinsam arbeiten.

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Die Wissenschaftler begleiteten im Rahmen der Bund-Länder-Initiative Bildung durch Schrift und Sprache (BiSS) in den letzten drei Jahren 50 allgemein- und berufsbildende Schulen in sechs Bundesländern bei der Entwicklung von Sprachbildungs- und Integrationskonzepten für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger – eine davon war das Städtische Gymnasium Bergkamen.

Zunächst erläuterte Steffi Stelzer, die im Kommunalen Integrationszentrum dafür zuständig ist, Leistungsstand und Leistungspotenzial der zugewanderten Schülerinnen und Schüler ein- und dann einer passenden Schulform zuzuordnen, ihr Aufgabengebiet. Dann zeigten Monja Schottstädt und Matthias Fahling beispielhaft auf, wie die Integration der Kinder und Jugendlichen in den Regelunterricht am Städtischen Gymnasium vollzogen wird und welche zusätzlichen Angebote zum Konzept gehören.

Die Verbundschulen im Kreis Unna kooperierten in erster Linie mit dem Forschungsteam der Universität Bielefeld unter der Leitung von Professor Dr. Udo Ohm. Unter anderem erhob das Forschungsteam aus Bielefeld am Städtischen Gymnasium Bergkamen Daten durch Fragebögen, Interviews und Audio- bzw. Videografien exemplarischer Unterrichtsstunden- und Unterrichtssequenzen in „Go-In-Klassen“ und während der so genannten additiven Sprachförderung der neugewanderten Schülerinnen und Schüler.

Auf der Tagung entstand ein reger Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Disziplinen zum Thema „SeiteneinsteigerInnen“ in allen Schulformen, der den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis förderte. Dazu wurde sowohl aus schulpraktischer Sicht wie auch aus Forschungsprojekten zum Themenfeld berichtet. Ein deutschlandweit breites Spektrum an Beschulungsmöglichkeiten und Ausgangsbedingungen wurden deutlich. Auch Beobachtungen und Befunde aus den Forschungsarbeiten des Verbundprojektes „EVA Sek“ wurden präsentiert. Die Erhebungen und Ergebnisse der Tagung werden noch wissenschaftlich ausgewertet und veröffentlicht werden. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

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Aufnahme I zeigt (v.l.) Steffi Stelzer vom Kommunalen Integrationszentrum sowie Monja Schottstädt und Matthias Fahling vom Städtischen Gymnasiums Bergkamen während ihres Vortrags zum Thema „Go In“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.       Foto: Uni Jena

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Besuch von Amnesty International aus Dortmund erhielt jetzt die AG „Amnesty SGB“ des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Ina Sroka, Christine Mertes und Selvi Öztürk engagieren sich bei der so genannten Amnesty Asylgruppe und bieten beispielsweise Hilfe und Rechtsberatung in Asylfragen an.
Die mittlerweile auf 16 Schülerinnen und Schüler angewachsene AG „Amnesty SGB“ unter Leitung von Philosophie- und Englischlehrerin Nina Weber hörte den Expertinnen aufmerksam zu, als diese über Asylrecht und die aktuelle Flüchtlingspolitik referierten. „Wir planen eine Aktion zu diesem Thema, daher haben wir uns natürlich sehr gefreut, dass wir mit den Amnesty-Expertinnen ins Gespräch kommen konnten. Es war auch ein Wunsch der Schülerinnen und Schüler mit anderen Amnesty-International-Mitgliedern in Kontakt zu treten, um sich auszutauschen und Tipps zu erhalten“, berichtet Nina Weber.
Auf der ganzen Welt, so erfuhren die Bergkamener durch den Vortrag ihrer Gäste, engagieren sich mehr als sieben Millionen Menschen in über 150 Ländern. Somit ist Amnesty International die weltweit größte Bewegung, die für Menschenrechte eintritt. Die Jugendlichen aus der AG „Amnesty SGB“ tragen mit ihrer Arbeit ebenfalls einen Teil dazu bei.


Bildunterschrift: Die Aufnahme zeigt die Mitglieder der AG „Amnesty SGB“ mit Leiterin Nina Weber (r.) und ihren Gästen Ina Sroka (6.v.l.), Christine Mertes (7.v.l) und Selvi Öztürk (9.v.l.) von der Amnesty International Asylgruppe aus Dortmund, die die Schülerinnen und Schülern über Asylrecht und Flüchtlingspolitik informierten.                      Foto: SGB/Pytlinski